Leinenstickereien aus Tartlau

On 2. Mai 2013 by Claudia

Am 1. Mai war das 24. Büchereifest unserer Gemeinde mit großen antiqurischem Buchverkauf. Pro Kilo 1€. Ich habe mächtig zugeschlagen und u.a. eine Sammlung historischer Stickereien aus Siebenbürgen mit nach Hause genommen.

Es handelt sich um 52 Farbtafeln gesammelt von Herta Wilk. Ich habe mal herumgegoggelt und Angebote um die 20€ auf Ebay gefunden. Die Sammlung ist in einem super Zustand und alle Tafeln sind vorhanden. Möchte sein bei einem Bibliotheksexemplar…

Ich freue mich schon, einige Muster auszuprobieren. Dieses Werk ist nicht das Erste dieser Art in meiner Sammlung. Ich habe auch schon ein Buch mit einer Sammlung von Motiven alter Mustertücher (s.u.).

Die sächsisch-siebenbürgische Stickerei wurde auf Leinen angefertigt und mit naturbrauner Wolle gestickt. Manchmal wurde aber auch eingefärbtes Garn verwendet. Sehr interessant für mich als Historiker sind die Naturmaterialien, die zum Färben benutzt wurden:

  • Erlenrinde, Moor und Ruß zur Schwarzfärbung
  • Krapp, Malve, Wurzeln von Labkraut oder Erlenrinde in Aschewasser gekocht zur Rotfärbung
  • Waid, Indigo (in Harnlösung gekocht), für Blau
  • Tannenzapfen, Steinmoos, Kastanien, Nuss- oder Zwiebelschalen für Braun

 

Ich kann mir gut vorstellen solche historischen Motive auf moderen Oberflächen zu versticken. Ich sticke gerne auf Papier. Da würden sich Karten sehr gut eignen und dem Empfänger eine Freude machen. Dann gibt es ja bestickbare iPhone-Hüllen. Oder fürs iPad. Darauf alte Motive zu sticken ist ein toller Kontrast zur modernen Technik.

One Response to “Leinenstickereien aus Tartlau”

  • Ach solche Muster finde ich auch total klasse, habe zu Hause auch ein schönes Anleitungsbuch!

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